Drogenkonsum im Arbeitsumfeld

Der Suchtmittelkonsum betrifft nicht nur das Privatleben – auch im beruflichen Kontext ist der Missbrauch von Alkohol, Medikamenten oder illegalen Drogen ein wachsendes Problem. Besonders in sicherheitsrelevanten Arbeitsbereichen wie der Logistik und Produktion, der Pflege oder im Straßenverkehr kann ein eingeschränktes Reaktionsvermögen durch Substanzen lebensgefährliche Folgen haben. Doch auch im Büro, im Vertrieb oder im Homeoffice kann ein regelmäßiger Konsum zu Leistungsabfall, Konflikten und Konzentrationsstörungen führen. Da viele Abhängigkeiten schleichend entstehen und verlaufen, bleiben sie im Arbeitsalltag häufig lange unentdeckt.
Folgen für Gesundheit und Unternehmen
Die Auswirkungen sind nicht nur gesundheitlich, sondern auch wirtschaftlich spürbar. Häufigere Fehler, steigende Fehlzeiten, Unfälle oder Störungen im Team können die Folge sein. Für die Betroffenen selbst besteht ein hohes Risiko für chronische Erkrankungen, psychische Belastungen oder langfristige Arbeitsunfähigkeit. Unternehmen sind gesetzlich verpflichtet, solche Gefährdungen zu erkennen und geeignete Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Spätestens bei einem Verdacht auf eingeschränkte Arbeitsfähigkeit durch Drogen oder Alkohol besteht Handlungsbedarf. Sowohl aus Fürsorgepflicht heraus als auch zur Gefahrenabwehr.
Prävention durch Aufklärung, Struktur und Haltung
Wirkungsvolle Drogenprävention beginnt mit klaren Regeln! Etwa einem Alkoholverbot während der Arbeitszeit oder klar definierten Verfahren bei Verdachtsfällen. Informationsangebote und Schulungen für Führungskräfte und Mitarbeitende helfen, Risiken frühzeitig zu erkennen. Wichtig ist ein wertschätzender, nicht stigmatisierender Umgang: Betroffene brauchen Unterstützung, keine Verurteilung. Vertrauliche Gespräche, betriebliche Ansprechpersonen, externe Beratungsangebote und eine offene Kommunikationskultur sind entscheidend, um Problemen vorzubeugen oder sie rechtzeitig anzugehen. So wird die Drogenprävention zu einem festen Bestandteil des betrieblichen Gesundheits- und Arbeitsschutzes.